Mit Ambition und Weitblick nach vorne

Wie die Digiscouts® der DZ Bank ihre eigene Entwicklung fördern

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Veröffentlicht: 29.01.2020

Zusammenfassung: Das Digiscouts®-Team einer Frankfurter Bank entwickelte eine Plattform für den Einsatz und Austausch von nicht ausgelasteten Nachwuchskräften in Abteilungen, die kurzfristig Bedarf haben. Für die Nachwuchskräfte wie für die Abteilungen ein Gewinn.

Die Frankfurter DZ Bank stellte das bisher größte Digiscouts®-Team. Mit anfänglich neun Nachwuchskräften – zwei Auszubildenden sowie dualen Studenten und einer Trainee – verteilt auf unterschiedliche Standorte ging das Projekt gemeinsam mit ihrer Betreuerin an. Wir sprachen mit dem Team nach Beendigung des Projektes über die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen.

Wie kam das Team auf die Projektidee?
Joanna Werner: Der Wunsch nach einer Austauschplattform für kurzfristige Aufgaben und Einsätze zwischen Nachwuchskräften und Nachwuchskräfte-Betreuern bestand schon seit längerem. Die Idee wurde von uns aufgegriffen und weiter ausgebaut.

Wie viel Zeit investierte das Team, um Ideen zur Digitalisierung im Unternehmen zu sammeln?
Hendrik Jäger: Wir haben insgesamt drei bis vier Wochen in die Sammlung von digitalen Ideen investiert, um sicherzustellen, dass wir verschiedene Themenfelder berücksichtigen und das für uns passende Projekt finden.

Wie wurden die Ideen priorisiert?
Tobias Mohr: Vorrangig nach dem größten Nutzen – sowohl für die Nachwuchskräfte als auch für die Nachwuchskräfte-Betreuer. Darüber hinaus waren die Gesichtspunkte „Umsetzbarkeit“ und „Langfristigkeit“ entscheidend für die Priorisierung.

War es schwierig für das Team, die einzelnen Aufgaben und Rollen untereinander zu verteilen? Wie ging das Team dabei vor?
Joanna Werner: Nein, die Aufgaben wurden sehr schnell aufgeteilt. Wir haben zwei Teams gebildet. Das eine war für die technische Umsetzung zuständig, wohingegen das zweite Team sich vorrangig mit der Organisation und der Ausgestaltung von Rahmenbedingungen wie Marketing, Kommunikation und Ähnlichem beschäftigt hat.

Wenn mit Kollegen in den Abteilungen gesprochen wurde, wie aufgeschlossen waren diese für Veränderungen? Gab es Widerstände? Und Rückendeckung?
Hendrik Jäger: Wir sind auf sehr positive Resonanz in den Fachbereichen gestoßen und wurden dabei super unterstützt. Insbesondere die IT-Kollegen und unsere Nachwuchskräfte-Koordinatoren haben uns hilfreichen Input geliefert.

Tobias Mohr: Widerstände haben wir keine zu spüren bekommen. Die Kollegen standen uns allen stets mit einem offenen Ohr und guten Ratschlägen zur Seite.

Was waren die größten Hindernisse während des sechsmonatigen Projekts?
Joanna Werner: Die teilweise schwierige Kommunikation unter den Projektteilnehmern bedingt durch verschiedene Blockphasen, Urlaub und Arbeitsaufkommen in den Fachbereichen war das wohl größte Hindernis. 

Hendrik Jäger: Auch infolge regulatorischer Vorgaben und interner Richtlinien hat sich die Ausgestaltung häufig als eher schwierig erwiesen.

War das Zeitmanagement eine Herausforderung?
Joanna Werner: Zunächst gingen wir davon aus, dass uns die Zeitvorgabe keine Probleme bereiten wird. Wir haben während der Laufzeit jedoch schnell feststellen müssen, dass sechs Monate für die Umsetzung der Projektidee sehr sportlich angesetzt waren. 

Hendrik Jäger: Diese Hürde konnten wir jedoch erfolgreich meistern, indem wir uns in regelmäßigen Abständen feste Meilensteine gesetzt haben.

Was hat dem Team am meisten Spaß & Freude während des Projekts bereitet?
Joanna Werner: Die programm- und jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit im Team sowie die Kommunikation mit den Kollegen in den Fachbereichen hat uns am meisten Freude bereitet.

Wenn Ihr die Projektidee in eigenen Worten beschreiben müsstet, wie würdet Ihr sie zusammenfassen?
Tobias Mohr: Wir haben eine Austauschplattform auf Sharepoint entwickelt, mit der kurzfristige Aufgaben und Einsätze zwischen Fachbereichen und Nachwuchskräften leichter abgestimmt werden können. Durch die Nutzung unserer Aufgabenbörse werden nicht nur die Fachbereiche entlastet, sondern insbesondere den Nachwuchskräften die Möglichkeit geboten, über die geplanten Einsätze hinaus umfangreiche Einblicke zu erhalten und verschiedene Themenfelder kennenzulernen.

Was hat das Projektteam aus diesem Projekt zuallererst gelernt? Welche Kompetenzen waren am wichtigsten?
Joanna Werner: Wir haben erkannt, dass soziale Kompetenzen bei der Arbeit im Team die größte Rolle spielen und eine unerlässliche Voraussetzung bilden.

Hendrik Jäger: Fachliche Kompetenzen hingegen nehmen eine untergeordnete Rolle ein und haben sich erst im Verlaufe des Projekts intensiviert. 

Und was sagt die Nachwuchskräfte-Betreuerin zu dem Digiscouts®-Projekt ihrer Schützlinge?
Ann-Kathrin Malcus: Nachwuchskräfte zeigen Initiative in der Initiativbank! Wir alle sind mit dem Endprodukt Aufgabenbörse überaus zufrieden und blicken auf überaus spannende sechs Monate zurück.

Würde das Projektteam ein solches Projekt nochmals angehen?
Ann-Kathrin Malcus: Trotz mehrerer Herausforderungen können die Digiscouts® stolz auf ihr Endprodukt sein. In vielerlei Hinsicht sind neue Kontakte und Ideen entstanden, die die Nachwuchskräfte weiter nutzen und ausbauen können. Unter dem Aspekt würden wir erneut solch ein Projekt angehen.