Maschinen kommunizieren digital mit dem Datennetz

Veröffentlicht: 18.11.2019

Zusammenfassung: Wenn man nach drei Monaten intensiver Arbeit mit einer Idee scheitert, schmeißen viele hin. Nicht so dieses Digiscout-Team: Es startete wieder von Null mit neuer Idee: Es geht um die Integration von weiteren Maschinen an das Netzwerk der...

Maschine steht, Maschine läuft, Maschine hat Stückzahl x geliefert. Diese Informationen erfassen die Mitarbeiter händisch im zentralen Rechner der auf Blechbearbeitung spezialisierten FEINWERKTECHNIK hago GmbH. Neuere Generationen der Punktschweiß- und Biegemaschinen melden bereits diese Daten digital an das Maschinendatenerfassungssystem. Das vierköpfige Digiscout-Team aus angehenden Werkzeugmechanikern möchte mit einer digitalen Schnittstelle weitere Maschinen mit dem Datensystem vernetzen. Sie rechnen mit einer Einsparung von rund einer Stunde Arbeitszeit pro Schicht.

Neue Idee mitten im Projektzeitraum
Dies war nicht die erste Idee der Azubis. Mitte der Projektlaufzeit stellte sich heraus, dass ihre ursprüngliche Idee „Kompressoren vernetzen“ nicht den erwarteten Nutzen bringen würde. In einem weiteren Gespräch mit der Geschäftsführung einigte man sich auf ein neues Digiscout-Projekt, bei dem angesichts der noch zu verbleibenden Projektzeit klar war, dass es nicht fertig werden würde. Die Azubis wurden darum „nur“ mit der Planung der Vernetzung der Anlagen beauftragt. Erfahrungen mit der Vernetzung von Anlagen gibt es bereits in der technologischen Laserabteilung, wodurch vorhandenes Know-how von der Projektgruppe genutzt werden konnte.

Hochmotiviert setzten sich die Azubis an das neue Projekt. Sie führten mit dem Abteilungsleiter der Laserabteilung, Gespräche über den Implementierungsprozess des eingesetzten Maschinendatenerfassungssystems. Im Anschluss daran, wurde mit dem externen IT-Dienstleister ein Zeit- und Kostenplan besprochen. Ihre Erkenntnisse stellten die Digiscouts in einem kurzen Bericht für die Geschäftsführung vor.

FEINWERKTECHNIK hago war mit zwei Azubi-Teams bei den Digiscouts dabei. Dass sich diese Gruppe nicht entmutigen ließ und eine neues Projekt in Angriff nahm, hat ganz sicher die „Resilienz“, wie das heute heißt, der Azubis gestärkt. Aber auch für ihre Kollegen, die ihre Idee Reisekostenabrechnung zu Ende bringen konnten, war es eine wichtige Erfahrung zu sehen, dass Projekte auch scheitern können. Oder länger dauern als geplant: „Wir werden weiter am Ball bleiben und das Projekt weiterführen,“ hat sich das Digiscout-Quartett vorgenommen.