Wir von WSW Software GmbH können sagen, dass unsere Auszubildenden durch das Projekt Digiscouts® einen „großen Sprung“ gemacht haben. Sie sind mit Begeisterung in das Projekt gestartet, mit Fleiß und Ausdauer wurden die jeweiligen Meilensteine bearbeitet. Die Organisation und die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams gelangen reibungslos. Eigenständig sind sie auf die notwendigen Ansprechpersonen zugegangen und konnten sich so die notwendigen Informationen einholen und sich dabei auch zusätzliches Wissen aneignen. Die schwierigen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie wurden von den Auszubildenden gemeistert. Wir freuen uns, wenn die „digitale Essensbestellung“ und das „digitale Whiteboard“ fester Bestandteil im Alltag der WSW werden, so Elisabeth Anthofer im Namen aller Betreuenden.

Ausgangspunkt für das Projekt „digitale Essensbestellung“ war ein Brainstorming mit dem Geschäftsführer mit Blick auf die beiden Fragen: An welchen Stellen gibt es Digitalisierungspotential in einer Software Firma? und Welche Ideen sind umsetzbar und welche würden den höchstmöglichen Benefit für die Firma mit sich bringen?

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Projekts einer „digitalen Essensbestellung“ waren dabei die Möglichkeiten einer hohen Selbstständigkeit bei der Projektumsetzung sowie die Aneignung und der Aufbau von neuem Fachwissen und Kompetenzen – für das Azubi-Team, die im Arbeitsalltag nützlich seien.

Digital – sozial: Mit einem „digitalen Tool“ die innerbetriebliche Gemeinschaft und den persönlichen Austausch beim Essen fördern

Zuvor wurde überwiegend abteilungsweise von einzelnen Personen Essen bestellt oder anders gesagt: Die tägliche Essensbestellung war immer mit einem aufwendigen Kommunikationsprozess verbunden: Eine Person muss sich immer bereit erklären den Essenswunsch eines jeden Mitarbeitenden über einzelne Nachrichten zu erhalten und daraus eine Bestellliste anzufertigen, Geld einzusammeln und anschließend alle die mitbestellt haben zu informieren, dass das Essen da ist.
Die Projektidee des Azubi-Teams war hierfür eine Webseite zu bauen, über welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Top 5 (beliebtesten) Restaurants in der Nähe ihr Mittagessen auswählen könnten.

Hierfür hat das Team eigens eine Website erstellt, die sie mit SAP WEB IDE aufgebaut haben und im Hintergrund mit Lieferando verknüpft haben. Zusätzlich generierten sie auf der eigenen Website einen Paypal-Me-Link, über welchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Person, die final mit einem Mausklick die Sammelbestellung versendet, ihren Betrag automatisch überweisen können.
Die Idee und das Ziel die innerbetriebliche Gemeinschaft zu stärken war hier zentral – denn mittels der „digitalen Essensbestellung“ können zukünftig die Mitarbeitenden aus den unterschiedlichen Abteilungen in der „großen Kantine“ gemeinsam ihre Mittagspause verbringen.

Unsere Kolleginnen und Kollegen, die sehr fleißige Esser und Essensbesteller sind, freuen sich sehr über die Website. Dank ihnen hatten wir während unserer Projektumsetzung viele freiwillige Testerinnen und Tester, die regelmäßig neue Funktionsideen vorschlugen. Miriam, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement. 

Ein Blick hinter die Kulisse: Das Azubi-Entwicklerteam

Entworfen und programmiert hat das Azubi-Team in diesem Fall komplett eigenständig, so Elisabeth Anthofer, Betreuerin des Azubi-Teams.

Eine Herausforderung war dabei „die Aneignung neuer geforderter Kompetenzen, um das Projekt umsetzbar zu machen“, wie Nico, Auszubildender zum Fachinformatiker (Fachrichtung Systemintegration) mir erzählte. Im Detail war der Aufbau der Seite durch XML und Javascript herausfordernd, da die Teammitglieder sich dort erst komplett einarbeiten mussten, da keine oder nur wenige Vorkenntnisse vorhanden waren. Zusätzlich war das Zeitmanagement zwischen Projektarbeit und normaler Tagesarbeit eine weitere Herausforderung, die gemeistert werden musste. „Die Projektmeilensteine einhalten, aber nicht das Tagesgeschäft vernachlässigen war uns sehr wichtig“, so Christian, Auszubildender zum Fachinformatiker (Fachrichtung Anwendungsentwicklung).
Entsprechend ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken hatte sich das Azubi-Team die Aufgaben so aufgeteilt, dass „jedes Teammitglied die eigenen Kompetenzen, die man bereits besaß, weiter ausbauen konnten. Durch die Zusammensetzung unserer Ausbildungsberufe: drei Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, eine Bürokauffrau und ein Fachinformatiker für Systemintegration haben sich – glücklicherweise indirekt – Verantwortlichkeiten angeboten. So hat jeder in seinen Aufgaben geglänzt“ resümiert Emre, Auszubildender zum Fachinformatiker (Fachrichtung Anwendungsentwicklung).

Das Arbeiten als Team hat sehr gut funktioniert... 

... ob Teambesprechungen zum Design der Website oder Besprechungen zur Problemlösung. „Am Schluss einer jeden Besprechung konnten wir immer einstimmig eine Entscheidung treffen“, so Maximilian, Auszubildender zum Fachinformatiker (Fachrichtung Anwendungsentwicklung). Unterstützung gab es auch von Seiten der Betreuenden, wie etwa bei Fragen zum Design, technischen Fragen zum Server und dem Programmcode oder Fragen zum Konzept und Datenschutzthemen. Die Betreuenden halfen gerne aus.

Auf meine Frage, was dem Azubi-Team am meisten Spaß und Freude gemacht hat, erzählten sie:

Der Enthusiasmus, der Teamgeist während der Umsetzung und das Lob sowie die Anerkennung bei vollendeten Meilensteinen. Es war toll zu sehen, wie die Webseite, mit weiteren Funktionen, wuchs. Das erfüllte uns alle, aber insbesondere das Entwicklerteam, mit Freude und ein klein wenig Stolz. Das Gefühl des Zusammenhalts zwischen uns Azubis, gerade auch wegen den verschiedenen Abteilungen hat uns viel Freude bereitet. So hat sich diese Bindung zwischen uns erst während der Projektzeit gebildet.

Teamgeist und -arbeit zwischen verschiedenen Abteilungen – in diesen Bereichen haben die Digiscouts am meisten profitiert bzw. gelernt – wie sie selbst sagen. „Jeder von uns hat sich sowohl ein gewisses Grundverständnis davon angeeignet, was nötig ist um ein IT-Projekt wie dieses umzusetzen, als auch ein spezifisches Fachwissen für den eigenen Verantwortungsbereich gewonnen.“