Erreichbar im Home-Office

Veröffentlicht: 20.11.2014

Zusammenfassung: Ein familienfreundlicheres Arbeitszeitmodell als das Home Office gibt es kaum. Trotzdem müssen die Fachkräfte während der „üblichen Geschäftszeiten“ erreichbar sein.

Die meisten der 30 Beschäftigten des Bremer Software Beratungshauses CTM Computer Technik Marketing GmbH sind IT-Experten – eine am Arbeitsmarkt sehr umworbene Klientel. Flexible Arbeitszeitmodelle sollen sie an das Unternehmen binden und gleichzeitig für eine gute Arbeitsproduktivität sorgen. Damit beides gelingt, müssen die Interessen der Beschäftigten, des Unternehmens und der Kunden gleichermaßen berücksichtigt werden. Diese Kultur beschreibt Kirsten Langhans, Geschäftsführerin:

Ganzheitlich denken, interdisziplinär arbeiten, gemeinsam erfolgreich sein. Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir nach dieser Devise und sind stolz auf eine Unternehmenskultur, die jeder Einzelne im Team lebt."

Sechs Arbeitszeitmodelle 

Zur Debatte standen die Nutzungsintensität von Home-Office-Arbeitsplätzen sowie die individuelle Ausgestaltung der arbeitsvertraglich geregelten Arbeitszeiten.

Mit den sechs verschiedenen Arbeitszeitmodellen kann CTM Rücksicht auf die spezifischen Lebenssituationen oder Bedürfnisse der Beschäftigten nehmen wie Kinderbetreuung, nebenberufliche Fortbildung, gesundheitliche Probleme oder altersbedingtes Bedürfnis nach reduzierter Arbeitszeit.

Es stehen folgende Arbeitszeiten zur Auswahl:

1. VollzeitSoftwareberatung40 Std./Woche Mo. bis Do. 8.00-17.15 Uhr, Fr. 8.00-15.30 Uhr
2. TeilzeitSoftwareberatung33 Std./Woche Mo. bis Do. 8.00-17.15 Uhr, Fr. frei
3. TeilzeitSoftwareberatung33 Std./Woche Mo., Mi., Do., Fr. 8.00-17.15 Uhr, Di. frei
4. TeilzeitVerwaltung37 Std./Woche Mo. bis Do. 8.00-17.00 Uhr, Fr. 8.00-13.00 Uhr
5. TeilzeitVerwaltung25 Std./Woche Mo. bis Do. 8.00-14.30 Uhr, Fr. frei
6. TeilzeitVerwaltung8 Std./Woche Di. + Do. 8.00-12.00 Uhr

Für CTM ist es wichtig, Kundenpräsenz und Erreichbarkeit zu den üblichen Geschäftszeiten sicherzustellen. Die bewusst starre Kernarbeitszeit von 8 und 17 Uhr gilt auch für diejenigen, die im Home Office arbeiten.

Vor- und Nachteile des Home Office

Die starre Kernzeit schmälert keineswegs die Attraktivität des Home Office. Die Möglichkeit, nutzen die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv. Die Vorteile für sie liegen auf der Hand: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kosten- und Zeitersparnis durch Vermeidung langer Anfahrtswege, Zeitgewinn für Sport- und Freizeitaktivitäten sowie eine ruhigere und konzentriertere Arbeitsatmosphäre wirken sich positiv auf die Motivation aus. Das Unternehmen stellt eine größere Arbeitsproduktivität fest.

Es zeigen sich allerdings auch Nachteile: Durch die räumlich isolierte Arbeitssituation seien Kommunikation und Projektarbeit erschwert, der Austausch im Team eingeschränkt. Man könne nicht ad hoc ins Nachbarbüro gehen, um kurzfristig auftretende Fragestellungen zu besprechen. Die räumlichen Distanzen könnten durch die Telefonkonferenzen nur bedingt ausgeglichen werden. Es sei ein Unterschied, ob man regelmäßig an die Stätte des Arbeitgebers fahre, dort die Kollegen treffe und ein spontaner Erfahrungsaustausch möglich sei oder nicht.

Trotz dieser Bedenken zeigt das Unternehmen eine positive Bilanz: In der Gesamtbetrachtung überwiegen die Vorteile von Home-Office-Arbeitsplätzen sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen.