Digitalisierung schenkt den Menschen Zeit

Veröffentlicht: 19.03.2019

Zusammenfassung: Zettelwirtschaft war gestern. Ein webbasiertes Programm erleichtert die Planung zwischen Pflege und Küche. Merkzettel gehören der Vergangenheit an.

Info an Küche: Herr Müller ist morgen abwesend

Klingt nach einer unspektakulären Nachricht, wenn man sich in einer Pflegeeinrichtung befindet. Doch es sind Dutzende solcher und ähnlicher Nachrichten, die es tagtäglich dort gibt: Abwesenheiten jedweder Art, Essensbestellungen und -planungen für bis zu 14 Tagen im Voraus, Sonderwünsche – und nicht alle finden den direkten Weg ans Ziel. Zettel und Notizen werden halt manchmal übersehen. Darüber hinaus kostet es Zeit, alle Informationen einzusammeln, schriftlich festzuhalten und etwa in die Küche oder auf Station zu bringen. Einen Umstand, den die beiden Auszubildenden Doreen Lorenz und Sabine Schulz recht schnell bei der Suche nach digitalen Möglichkeiten und Potenzialen zu Tage förderten und eine Lösungsmöglichkeit ins Auge fassten. Eine Idee, die sofort Anklang fand bei der Geschäfts- wie bei der Haussleitung.

Was dieses Projekt darüber hinaus auszeichnet, ist dessen künftige Bedeutung. Die AZURIT-Gruppe führt deutschlandweit 80 Einrichtungen, die ähnlich organisiert werden. Die Idee, mit einem webbasierten Programm die Kommunikation zwischen den Wohnbereichen und der Küche zu digitalisieren, ist folglich nicht nur für Quedlinburg interessant, sondern versteht sich als Pilotprojekt für die gesamte Gruppe. Wenn die Idee, die beide Azubis gemeinsam ausgearbeitet haben, dem Praxistest standhält, wäre sie umstandslos übertragbar auf alle anderen Einrichtungen. Das wäre wirklich ein großes Projekt mit großem Nutzen für alle!

Besonders zeitaufwendig war das Erstellen des Anforderungskatalogs. Es mussten sämtliche notwendigen Funktionen zusammengetragen werden. Das kostete Zeit und verlangte viel Akribie. Sie lösten es vorzüglich und konnten damit anschließend Angebote zur Umsetzung durch Agenturen einholen. Das ist der aktuelle Stand.

Selbst machen dürfen