Digitale Störmeldekarte: Prozessoptimierung in der Produktion

Veröffentlicht: 14.10.2019

Zusammenfassung: Drei Azubis digitalisierten den Prozess der Fehlermeldung in der Produktion und brachten so das Ausbildungsunternehmen in puncto Qualitätssicherung einen Schritt weiter.

Nils Schröder, Auszubildender zum Werkzeugmacher im zweiten Lehrjahr: Bei der digitalen Störmeldekarte handelt es sich um ein Formular, das von Mitarbeitern ausgefüllt werden muss, wenn bei der Produktion von Werkstücken Fehler unterlaufen. Um sich das vielleicht besser vorstellen zu können, erzähle ich kurz, was wir bei H & T Tool Design GmbH & Co. KG machen. Wir sind – unter anderem – auf die Herstellung von Präzisionsbauteilen für den Werkzeug- und Maschinenbau, der Sondermaschinenentwicklung und im Bereich mechanische Konstruktion (3D) spezialisiert.

In unserer Branche, der Produktionstechnik, ist die Analyse von Fehlern und deren Lösung von enormer Wichtigkeit – alles muss immer zu 100 Prozent stimmen. Weshalb auch die Dokumentation von „Problemlösungen“ von hoher Bedeutung ist. Wir, die Digiscouts, haben diesen Vorgang der Fehlermeldung und Problemlösung – der bereits in analoger Weise bestand – im Rahmen unseres Projekts digitalisiert und damit optimiert.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, diesen Prozess zu digitalisieren?

Wie sahen eurer nächsten Schritte aus?

Florian Sürig, Auszubildender zum Werkzeugmacher im zweiten Lehrjahr: Herr Kleinschnittger vereinbarte für uns einen Termin bei der Geschäftsführung und wir arbeiteten im Digiscout-Team die Präsentation für unser Projekt „digitale Störmeldekarte“ aus und formulierten einen Projektzeitplan mit Meilensteinen. Hier sprachen wir auch mit unserer IT-Abteilung und stimmten mit dieser den Zeitplan ab. Nachdem wir das „GO“ der Geschäftsführung bekommen haben, legten wir los. Wir nahmen den Prozess der Fertigmeldung nun ganz genau unter die Lupe und überlegten im Austausch mit Mitarbeitern aus der Produktion, der IT-Abteilung und den Mitarbeitern aus der Qualitätssicherung nach geeigneten Lösungen. Letztlich entschieden wir uns für einen cloudbasierten Lösungsansatz und die Integration von Pop-up-Meldungen.

Könnt ihr bitte beschreiben, wie sich die heutige Fehlermeldung mit der digitalen Störmeldekarte von damals unterscheidet?

Nils Schröder: Früher war das so, dass die Mitarbeiter immer zwei Zettel per Hand ausfüllen mussten – zum einen den Klärungsbedarf und zum anderen das Formular. Ersteres war eine kurze Problembeschreibung, zweiteres eine detaillierte Darstellung zum Sachverhalt, die unter anderem die Anweisungen zur Sofortmaßnahme und Maßnahmen zur Fehlervermeidung sowie ein Dokumentationsfeld, das von der Qualitätssicherung ausgefüllt und gegengezeichnet werden musste, enthielt. In regemäßigen Abständen wurden diese händisch verfassten Dokumente aus der Produktion abgeholt und zur Qualitätssicherung gebracht.