Ausbildungsmarketing-Strategie nach Standortbestimmung

Veröffentlicht: 07.10.2014

Zusammenfassung: Unternehmen müssen Strategien entwickeln, um den Personalengpässen des Fachkräftemangels entgegenzuwirken. Das Das Grafische Centrum Cuno GmbH & Co. KG hat das Ausbildungsmarketing und Berufsorientierungsmaßnahmen als Ansatzpunkt ausgemacht.

Sachsen-Anhalt zählt zu den Regionen in Deutschland, in denen der Fachkräftemangel früh und heftig eintritt. Gehört man dann noch zu einer schrumpfenden Branche, wird Fachkräftesicherung zu Zukunftsaufgabe. Das Grafische Centrum Cuno GmbH & Co. KG geht sie auf Basis gesicherter Daten an.

Das Unternehmen will weiter wachsen. Darum hat es sich vom klassischen Druckbetrieb hin zum vollstufigen Mediendienstleister entwickelt, der alle Produktionsschritte bis hin zum Endprodukt abdeckt. Der Betrieb investierte in neue Maschinen sowie Gebäude und schuf neue Arbeitsplätze. Nun müssen die passenden Fachkräfte dafür eingestellt werden. Dass dies schwierig werden würde, hat das Unternehmen bereits vor einer genauen Analyse vermutet. Auf sicherer Datenbasis konnten aber die richtigen Schlüsse gezogen werden: Ausbildungsmarketing und das Angebot unterschiedlicher Berufsorientierungsmaßnahmen sind die Lösung.

Blick auf Branche und Region

Die Umfeldanalyse des Familienbetriebs mit 150 Beschäftigten betrachtete die Branche ebenso wie den regionalen Arbeitsmarkt und die Bevölkerungsentwicklung im Bundesland, im Salzlandkreis und der Stadt Calbe, dem Firmensitz.

Erfreulich für Cuno war die Feststellung, dass sich der Mediendienstleister mit 15 neuen Arbeitsstellen in zwei Jahren entgegen dem Branchentrend entwickelte. Mit sinkender Schlagkraft der Branche werden jedoch die in der Druckbranche benötigten Berufsbilder zur Mangelware am Arbeitsmarkt.

Die prognostizierte Beschäftigungs- und Bevölkerungsentwicklung für die Region zeigte, dass die Anzahl der Berufseinsteigerinnen und -einsteiger deutlich sinken wird. Da auch das Ausbildungsengagement der Branche zurückgeht, war der logische Schluss: Die Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG sollte ihrerseits verstärkt ausbilden. Ebenso klar war aber auch, dass der Wunsch allein keinen Auszubildenden bringen würde. Vielmehr ist bei sinkenden Schulabgänger-Jahrgängen ein intelligentes Ausbildungsmarketing gefragt, um die zusätzlichen Ausbildungsplätze für angehende Mediengestalter, Medientechnologen und Buchbinder überhaupt besetzen zu können.

Wissen, wie die Welt von morgen aussehen könnte, ist gewiss ganz schön. Besser ist es, diese Welt mit zu gestalten – mit Menschen, die den Willen dazu haben. Um diese zu finden, war der geschärfte Blick in die Region wichtig."

Manfred Cuno, Geschäftsführer der Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG

Therapie folgt der Diagnose

Der Betrieb investierte massiv in Ausbildungsmarketing und Angebote zur Berufsorientierung. Dazu wurde die Karriereseite der Unternehmenshomepage aktualisiert und um eine Seite für Aus- und Weiterbildung erweitert. Cuno beteiligt sich stärker an Rekrutierungsveranstaltungen. Dafür entstand eine Broschüre für (angehende) Auszubildende, die alle Ausbildungsberufe der Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG modern, farbenfroh und spannend beschreibt. Es wurden Schulkooperationen initiiert und Schülerinnen und Schüler zu Betriebsbesichtigungen eingeladen.

Dank der fundierten Umfeldanalyse konnten die Anstrengungen für mehr Ausbildung umgesetzt werden und werden im gesamten Betrieb abzeptiert. Cuno hat sich frühzeitig auf die Situation eingestellt. So hat man die Nase vorn im Ausbildungsmarketing und in der Berufsorientierung.