Attraktiver Arbeitgeber für Azubis: mit Digiscouts-Projekt punkten

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Veröffentlicht: 30.06.2020

Zusammenfassung: Madelaine Giehre, Junior-Personalreferentin bei der B.T. innovation GmbH, begleitet ihre Azubis und dual Studierenden bei der Umsetzung des Digiscouts-Projektes. Sie war diejenige, die alle im Unternehmen zu einer Teilnahme motiviert hat.

Frau Giehre, Sie sind über die IHK Magdeburg auf das Digiscouts-Projekt aufmerksam geworden. Was hat Sie letztendlich davon überzeugt mitzumachen?
Das Projekt ist eine tolle Gelegenheit, über den Arbeitsalltag hinaus, Projekterfahrung zu sammeln. Was mich auch überzeugt hat, war das Konzept: Azubis und dual Studierende bekommen einen theoretischen Input und ein regionaler Partner, wie die IHK Magdeburg, agiert im Hintergrund. Essenziell war für mich die intensive Betreuung und Beratung des Projektteams. Als Betrieb kann man das oftmals gar nicht so bewerkstelligen, wie es das eben das RKW ermöglicht hat. Den Azubis hat vor allem auch das positive Feedback vom Coach gefallen – darauf waren sie sehr stolz. Wir erhoffen uns natürlich, dass die Azubis durch das Projekt enger an uns gebunden werden und würden uns wünschen, dass sie ihren Freunden und Bekannten von dieser tollen Erfahrung in unserem Ausbildungsbetrieb berichten.

An welcher digitalen Lösung haben ihre Azubis und dual Studierenden in den letzten Monaten gearbeitet?
Unsere Azubis arbeiten an einer digitalen Lösung für ein Kontaktformular für Messen und Kongresse. Sie haben das bisherige Formular gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Haus evaluiert und überarbeitet. Es sollen auch noch zusätzlich Tablets angeschafft werden, mit denen dann die Kontaktdaten direkt bei einer Messe ausgefüllt werden können. Es kann zum Beispiel auch ein Foto von der Visitenkarte eines Besuchenden an unserem Stand gemacht werden. Weitere Informationen wie z. B. über die Gesprächsthemen oder das weitere Vorgehen können direkt in dem Formular eingepflegt werden. Das Ganze läuft über eine Software, die das ermöglicht. Im Anschluss an die Messe können die Aufgaben dann an die entsprechenden zuständigen Mitarbeitenden weitergeleitet werden. Der Prozess soll den gesamten Messeauftritt professioneller gestalten und den zeitlichen Aufwand während und nach der Messe reduzieren. Zusätzlich sparen wir auch Papier, weil die Bögen bisher aus Papier waren, das fällt jetzt weg und setzen damit ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit. Das war bei der Entscheidung für dieses Projekt auch ein wichtiger Aspekt. Unsere Azubis sind sehr umweltbewusst.

Hat die aktuelle Corona-Krise Einfluss auf den Projektverlauf?
Derzeit ist das Projekt etwas ins Stocken geraten. Wir hatten Anfang des Jahres geplant, eine neue Software im gesamten Unternehmen zu implementieren. Es gab leider Lieferschwierigkeiten mit unserem Hardwarehersteller, weil die fehlenden Teile aus China kommen sollten. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Lieferung der Server problematisch bzw. überhaupt nicht möglich. Als dann in China wieder ein bisschen mehr Normalität eingekehrt ist, kam bei uns die Kontaktsperre. Die IT-Consultants, die bei uns alles Technische einrichten sollten, konnten nicht zu uns ins Unternehmen kommen. Das war natürlich auch ein großer Nachteil für unsere Azubis und Studierenden, weil ihr Projekt direkt an diese Software gebunden ist.

Und wie haben die Digiscouts darauf reagiert?
Die Digiscouts haben das aber trotzdem positiv aufgefasst und wir haben uns dazu entschieden, dass wir das Projekt trotzdem weiterlaufen lassen. Sobald die Software implementiert ist, setzen wir das Projekt fort, unabhängig davon, ob die offizielle Projektphase dann bereits abgeschlossen ist.

Wie hat das Team vom Digiscouts-Projekt profitiert?
Die Azubis haben sehr viel gelernt und mitgenommen. Wir haben gemerkt, dass die abteilungsübergreifende Kommunikation – sowohl mit den Azubis als auch mit den Mitarbeitenden – einen sehr positiven Beitrag geleistet hat, dass sie Stück für Stück selbstständiger geworden und auch selbstbewusster sind. Sie haben für ihr eigenes Projekt Verantwortung übernommen, sowohl was das Zeitmanagement als auch die Ziele und Umsetzung der entsprechenden Meilensteine angeht. Sie sind auch weiter aufgetaut und haben untereinander besser kommuniziert, obwohl alle aus unterschiedlichen Abteilungen kommen und sich vorher eigentlich kaum kannten. Ich glaube sogar, dass das Digiscouts-Projekt die ein oder andere Freundschaft gestärkt bzw. hervorgebracht hat.

Vielen Dank für das Interview.