Ältere Bewerber? Ja bitte!

Veröffentlicht: 04.08.2014

Zusammenfassung: Die Kundschaft im Gartenfachhandel ist häufig älter und schätzt die kompetente Beratung durch erfahrenes Verkaufspersonal. Die Düsing GmbH & Co. KG setzt darum gern auf ältere Mitarbeiter, die die jüngeren Teams mit ihrem Erfahrungsschatz ergänzen.

Serviceorientierung, Berufserfahrung und soziale Kompetenzen sprechen besonders für ältere Bewerberinnen und Bewerber. Ein Praktikum entscheidet, ob die Chemie stimmt.

Erfolg und Leistung ist keine Frage des Alters, sondern vor allem der richtigen Einstellung, der Fähigkeiten und wie diese im Unternehmen weiterentwickelt werden."

 sagt Siegfried Joachim, Geschäftsführer Düsing GmbH & Co. KG, 50 Mitarbeiter. 

Das Anforderungsprofil ist das Kriterium

Eindeutig formulierte Tätigkeitsanforderungen sind das Kriterium für die Auswahl passender Kandidaten für offene Stellen. Dazu gehören fachliche Anforderungen, persönliche Kompetenzen und Erfahrungen sowie die Arbeitseinstellung. Im Handel zählen außerdem der kompetente Umgang mit Kunden, eine hohe Servicebereitschaft und Freundlichkeit – Eigenschaften, die gerade die Generation 50plus häufig auszeichnet.

Ein zweites Kriterium ist die Altersmischung in den Teams. Sie gibt des Ausschlag, wenn zwei Bewerber passende Kompetenzprofile aufweisen. Am unteren Ende der Alterspyramide sorgt die Berufsausbildung regelmäßig für Neuzugänge, so dass bei der Einstellung von Fachkräften die Wahl des Unternehmens häufig auf ältere Bewerberinnen und Bewerber fällt. Auch das Team wird bei Neueinstellungen immer beteiligt.

Alle Beschäftigten starten zunächst im Rahmen eines zwei- bis dreiwöchigen Praktikums. Wenn die Chemie passt, wird ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen.

Hohe Firmentreue und geringe Wechselbereitschaft

Die Vorteile für den Gartenfachmarkt mit den altergemischten Teams sind gut: In der Zusammenarbeit ergänzen sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Generationen und tragen insgesamt zu einem produktiven Miteinander der Generationen bei.

Außerdem sind die Älteren eher selten wechselbereit: Durch die geringe Fluktuation ist der Einarbeitungsaufwand für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gering. Zudem sind ältere Beschäftigte aufgrund einer häufig weniger fordernden familiären Situation zeitlich flexibler – im Einzelhandel ein hohes Gut.