Praxisdialog „duale Ausbildung digital“ in Gera

190617-Praxisdialog Gera

Veröffentlicht: 17.06.2019

Zusammenfassung: Die Arbeitswelt verändert sich durch die Digitalisierung, davon ist auch die duale Berufsausbildung betroffen. Ausbildende Unternehmen und Berufsschulen müssen sich daher den neuen Herausforderungen stellen.

Verschiedene Vertreter aus Unternehmen, Berufsschulen und der Politik trafen sich am 12. Juni 2019 im IHK-Bildungszentrum Gera für den Praxisdialog „Duale Ausbildung digital“. Die Teilnehmer erwarteten spannende Beiträge aus der Praxis und einen Markt der Möglichkeiten mit 13 Ausstellern. Das RKW Kompetenzzentrum präsentierte hier das Digiscout-Projekt.

Schwerpunkt des Praxisdialogs war der Erfahrungsaustausch zwischen allen Teilnehmern. Dabei diskutierten und teilten Ausbilder, Berufsschulen, Unternehmen und andere Interessierte ihre bisher gemachten Erfahrungen im Prozess der Digitalisierung. In zwei Talkrunden gaben Unternehmen und Berufsschulen konkrete praktische Beispiele, zu denen die Teilnehmer ihre Fragen stellten. Die Staatliche Berufsbildende Schule Technik Gera (SBBS Technik Gera) bot den Gästen die Möglichkeit zu einer 30-minütigen Führung durch die Computerräume, KFZ-Werkstatt, und den Fachbereich für Elektrik.

Die Unternehmen sowie die Berufsschulen stehen vor großen Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt:

Berufsschulen müssen die Potenziale der digitalen Lehr- und Lernformate erkennen und nach und nach umsetzten. Dabei ist vorher zu testen und festzulegen, welche digitalen Technologien das Lernen überhaupt positiv unterstützen. Die duale Ausbildung hängt momentan auch noch hinterher das zu vermitteln, was gerade in der Welt schon gefordert wird. Dies liegt oft an den Lehrplänen, die sich nicht von heute auf morgen anpassen lassen. Handlungsorientiertes Lernen und neue didaktische Konzepte sind der erste Schritt in die richtige Richtung.
Unternehmen sind angehalten sich über den aktuellen Stand der digitalen Bildung zu informieren und ihr Lernangebot dahingehend umzugestalten. Außerdem muss die Rolle des Ausbilders neu gedacht und angepasst werden. Anstelle des Unterweisers rückt der Lernbegleiter und gibt den Auszubildenden so mehr Freiraum sich zu entfalten.

Fazit: Die Chancen der Digitalisierung für die Aus- und Weiterbildung müssen von den Unternehmen sowie von den Berufsschulen gleichermaßen begriffen und genutzt werden. Die jungen Menschen in diesen Prozess aktiv zu integrieren ist selbstverständlich, denn ihr Know-how ist sehr gefragt.

Ein spannender Austausch ging zu Ende, der den Teilnehmern sehr authentische Einblicke in die betriebliche Praxis bot.

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