"Ich bin dann mal weg…"

Sarah Gerwing

Sarah Gerwing

Veröffentlicht: 09.06.2015

Zusammenfassung: …So – oder so ähnlich – könnten sich Kolleginnen und Kollegen verabschieden, wenn sie an einem internationalen Austauschprogramm teilnehmen. Mit einem kurzweiligen Aufenthalt an einem ausländischen Standort ist es aber noch nicht getan.

Bedeutsamer sind die Fragen: Was bringen internationale Austauschprogramme eigentlich? Und was kann getan werden, so dass sich der ganze Aufwand auch richtig für alle lohnt?

Im Grunde genommen geht es um die Vertiefung von Vertrauen und Zusammenarbeit, so dass bessere Arbeitsergebnisse erzielt werden können. Erfahrungsgemäß macht es einen Unterschied, ob man mit dem Kollegenkreis ausschließlich mailt und telefoniert oder, ob man auch einmal gemeinsam von Angesicht zu Angesicht gearbeitet hat. Daher wirken internationale Austauschprogramme auf den ersten Blick wie ein Wundermittel zur Überwindung regionaler und kultureller Distanzen. Doch es kann auch das Gegenteil passieren – Stereotype, Ressentiments und Vorurteile können sich durch das persönliche Kennenlernen verstärken. Daher bietet sich Prävention in Form interkultureller Trainings an. Durch das Erkennen der eigenen "kulturellen Brille" können Teilnehmende neue Denk- und Handlungsstrategien entwickeln und während des Aufenthalts erproben.

Damit es abschließend nicht bei einem "Ich bin dann mal wieder da…" bleibt, kommt der Nachbereitung eine Schlüsselrolle für den Erfolg zu. Hierbei geht es darum, Lernfortschritte zu reflektieren, offene Fragen zu klären und weiterführende Perspektiven für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit zu entwickeln.

Weitere Informationen zur Durchführung internationaler Austauschprogramme erhalten Sie auf perso-net sowie bei der Mobilitätsberatung der IHKs und HWKs.