Ausbildung auf Erfolgskurs - die Bustour

Veröffentlicht: 09.05.2016

Projekt: Azubimarketing

Zusammenfassung: Über 40 Teilnehmer – drei beispielhafte Unternehmen – ein Bus – ein Thema: So lautet die Rezeptur für eine gelungene Azubimarketingbustour am 4. Mai im Saarland. Es folgen Impressionen und Erkenntnisse dieses ereignisreichen Tages.

Azubimarketing dient Unternehmen dazu, sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb zu präsentieren und mit gezielter Ansprache die passenden Bewerber zu erreichen. Was sich in der Theorie so einfach anhört, funktioniert auch in der Praxis. Beweis dafür sind die drei Unternehmen, die bei der Bustour "Ausbildung auf Erfolgskurs" im Saarland angefahren wurden: Die Data One GmbH sowie die Lakal GmbH aus Saarbrücken und die Sonn GmbH aus Blieskastel offenbarten den Teilnehmern ihr Azubimarketingkonzept. Jeder Betrieb steht exemplarisch für einen Schwerpunkt, und so erfuhren die Interessierten viel über Bildungskooperationen, nachhaltige Azubibetreuung und Förderung der Ausbildungsfähigkeit. 

Die saarländische Wirtschaftsministerin bei ihrer Eröffnungsrede der Bustour in der IHK Saarland.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Die Veranstaltung begann um 11 Uhr in den Räumen der IHK Saarland, in der gleichzeitig der Mitveranstalter saar.is beheimatet ist. Anke Rehlinger als Wirtschaftsministerin und Teilnehmerin der Bustour begrüßte zunächst die Anwesenden. In ihrer zehnminütigen Rede verdeutlichte sie, warum Betriebe aktiver werden und sich verstärkt um die Jugend bemühen müssen, denn "die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen". Selbst auszubilden sei noch immer der Königsweg auf der Suche nach Fachkräften.

Fachbereichsleiterin Dr. Mandy Pastohr und Dr. Christoph Lang im Gespräch mit der Moderatorin der Bustour, Judith Rachel.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Nach einführenden Worten durch Dr. Heino Klingen – dem Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland – sprachen Mandy Pastohr und Christoph Lang als Vertreter der beiden initiativen Veranstalter. Was erwartet die Teilnehmer? Ausbildungsmarketing und Azubimanagement von vorbildhaften Betrieben. Wer systematisch Azubimarketing betreibe, erhöhe seine Chance, passende Auszubildenden zu finden. Doch wie das gehe, das wolle man sich am besten vor Ort anschauen. Und schon ging es in den Bus ...

Die erste "Haltestelle": Data One nahe des Saarbrücker Eurobahnhofs.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Data One ist ein mittelständisches Softwareunternehmen mit Sitz in Saarbrücken nahe des Bahnhofs. Keine zehn Minuten entfernt von der IHK hielt der Bus auf seiner Tour zum ersten Mal. Schwerpunkt dieses Beispielunternehmens ist die Schulkooperation. Welche Möglichkeiten der Schulkooperation gibt es? Wie sind die Erfahrungen? Wie geht Data One vor? Neben Einblicken aus der Praxis und von Auszubildenden war insbesondere die Perspektive der schulischen Kooperationspartner interessant. Erik Brill vom Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert berichtete über seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Data One und den Nutzen, den Schüler, Lehrer und natürlich auch die Unternehmen selbst von einer solchen Partnerschaft ziehen. Ein kurzes Statement des Lehrers folgt in Kürze.

Empfang bei der Lakal GmbH.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Die Lakal GmbH verfügt über ein TÜV-zertifiziertes Ausbildungsmanagement. Bei der Vorstellung zeigte sich auch, warum: Systematisch und mit Blick für das Wesentliche werden die Auszubildenden rekrutiert, betreut und an das Unternehmen gebunden. Die Art und Weise, wie einer der eigenen Azubis die Unternehmenspräsentation übernahm und von seinem Ausbildungsbetrieb redete, sprach Bände. Ein kurzes Interview mit ihm folgt noch.

Etwas außerhalb von Saarbrücken: die Firma Sonn.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Als letztes Beispielunternehmen steuerte der Bus die Sonn GmbH in Blieskastel an. Der famililengeführte Elektrotechnikbetrieb machte mit seiner ehemaligen Azubine Werbung für die Förderung der Ausbildungsfähigkeit. Auch bei ihr kam die Botschaft glaubwürdig und sympathisch herüber. Auch der abschließende Besuch der Werkshallen fand Anklang, ehe es zur letzten Station und damit wieder an den Anfang zurückging: in die IHK Saarland.

Gruppenbild mit Bus.(© Dirk Guldner - RKW Kompetenzzentrum)

Die Tour endete mit Kaffee, Kuchen und unter den abschließenden Worten des Veranstalters. Viel wurde danach trotzdem noch geredet: Was war gut? Welche Maßnahmen sind für das eigene Unternehmen interessant? Wie helfen die gemachten Erfahrungen anderer Unternehmen weiter? Alle Anwesenden im anschließenden Smalltalk sahen sich darin bestätigt, dass es sich lohne, aktiv zu sein. Impulse und Erfahrungen anderer Unternehmen helfen dabei sehr. Und das wollten die beiden Veranstalter erreichen. Mithin auch der Grund, warum diese Bustour von allen als Erfolg bewertet wird. Es wird nicht letzte gewesen sein. Und mal schauen, welche Plattformen sich noch finden lassen, den Austausch zu verstetigen.