Arbeits- und prozessorientierte Digitalisierung

Das ifaa-Fachkolloquium 2019 präsentierte Erfahrungen und Praxisberichte aus dem Projekt APRODI

Veröffentlicht: 14.06.2019

Projekt: Digitalisierung in Industrieunternehmen

Zusammenfassung: Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung präsentierten die Forschungs- und Entwicklungspartner aktuelle Zwischenergebnisse zu den Digitalisierungsaktivitäten in den Betrieben. Die spannenden Vorträge sorgten für reichlich Diskussion.

Dr. Ernst Bartels (ZF Friedrichshafen AG, Standort Schweinfurt) referierte über die digitale Transformation in der Ersatzteilbelieferung der Instandhaltung im Zusammenspiel mit Logistik und Einkauf. Er ging der Frage nach: Wie unterstützen digitale Assistenzsysteme und welche Prozesse braucht es, dass letztendlich das richtige Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. 

Ina Beck (John Deere Werk Mannheim) berichtete von der Umsetzung eines digitales Shopfloor-Managements und welche Coaching- und Qualifizierungsaktivitäten dabei notwendig sind.

Nach der Mittagspause ging es in die Workshops. Alexander Sonntag vom RKW Kompetenzzentrum entwickelte neue digitale Geschäftsmodelle mit den Unternehmen und Judith Hennemann (Continental Werk Frankfurt) führte mit den Teilnehmern einen Lego Serious Play Workshop durch. Dr. Frank Lennings und Sebastian Terstegen, ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V., konkretisierten mit den Teilnehmenden in ihren Workshops Anforderungen an die im Projekt entstehende Digitalisierungstoolbox. 

Friedrich Müller (DuBay Polymer GmbH) stellte im Spannungsfeld von komplexen Arbeitsstrukturen im 3-Schichtbetrieb und effizienter Kommunikation die Aktivitäten des Unternehmens auf dem Weg zu einer  digitalen Lösung vor. Sie soll sicherstellen, dass die notwendigen Informationen dort ankommen bzw. verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. 

Tag zwei startete mit dem Betriebspartner Agfa Medical Imaging aus Peißenberg. Johann Schmid (Agfa) und Wolfgang Kötter (GITTA mbH) stellten hier die Herausforderungen zur Entwicklung eines digitalen Werker-Assistenzsystems für die Montage vor und welche Vorgehensweisen sich als hilfreich erwiesen. 

Zum Abschluss stellten Judith Hennemann und Marc Wilhelm (Continental Werk Frankfurt) dar, welche Entwicklungspotenziale an einem hochautomatisierten  Produktionsstandort durch Digitalisierung entstehen, wie diese erarbeitet wurden und welche Maßnahmen das Werk in die Wege leitet. 

Damit ging ein spannender Austausch zu Ende, der den Teilnehmern sehr authentische Einblicke in die betriebliche Praxis bot. 

Die Teilnehmer hatten anschließend die Gelegenheit den "Eiffelturm des Ruhrgebietes", die Zeche Zollverein in Essen, zu besichtigen und hatten spannende Einblicke in die Arbeitswelt des ehemaligen Kohlebergbaus. 

Hier geht es zur Zusammenfassung der Fachbeiträge

https://www.aprodi-projekt.de/veranstaltungen/dokumentationen/