An der digitalen Visitenkarte werkeln

Veröffentlicht: 30.08.2019

Zusammenfassung: Auch bei den Azubimarketingwerkstätten ist das "Sommerloch" vorbei. Zeit also, sich wieder mal mit dem Format wie den Inhalten auseinanderzusetzen. Ein Resümee der Stippvisite in Lüchow/Dannenberg.

Die Sommerferien landauf landab bringen in Bezug auf unsere Arbeit immer zweierlei mit sich: Die Termine außer Haus während des sogenannten Sommerlochs tendieren gegen null, das Reflektieren, was man bisher gemacht hat und vielleicht auch anders machen könnte, nimmt sprunghaft zu. So auch in Bezug auf einen der Hauptgründe unserer Dienstreisen, den Unternehmenswerkstätten.

In den rund dreistündigen Unternehmenswerkstätten bringen wir die bis zu zwölf Teilnehmer zum Nachdenken und Austauschen, zum Hinterfragen und Diskutieren – immer im Zusammenhang mit einem konkreten Thema. Unverändert ist dabei das Ausbildungsmarketing am gefragtesten, sei es mit dem Schwerpunkt Arbeitgeberattraktivität oder Azubimarketing online. Mit letzterem wurde nun das zweite Halbjahr wieder "eingeleitet und eröffnet": Am 22. August fand im niedersächsischen Dannenberg eine Werkstatt rund um die digitale Visitenkarte statt. Digitale Visitenkarte? Stolpern Sie über diesen Begriff? Klar ist, es geht um die Website. Doch inwieweit kann man wirklich von einer Visitenkarte sprechen? Es ist ein Thema auch in dieser Werkstatt gewesen.

Es ist keine Seltenheit. Fragt man die Teilnehmer in unseren Werkstätten, so erhalten wir immer wieder auf die Frage, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um die Zielgruppe Schüler (!) zu erreichen, die Antwort: Stellenanzeigen in Zeitungen. Abgesehen davon, dass sich trefflich darüber streiten ließe, ob ein Printmedium per se noch geeignet sei und wie wichtig es wäre, die Eltern und Großeltern zu adressieren, wenn wir damit schon nicht die Generation Z erreichen können, so bietet es doch einen wunderbaren Einstieg in das Thema. Wie wichtig ist die Website eigentlich bei der Ansprache und Gewinnung von Bewerbern aka Interessenten für eine Ausbildung, wenn die klassischen Kanäle nicht mehr adäquat sind? Und hier kommt sie ins Spiel, die digitale Visitenkarte. Schüler werden sich niemals bei Ihnen bewerben, wenn sie Sie nicht kennen, nicht wissen, wie das Unternehmen so tickt, was es bietet, wie es dort aussieht und was für ein Gefühl sie dabei haben. Und wie bekommen sie am besten Einblicke in das Unternehmen, können es kennenlernen und einiges erfahren – abgesehen vom Praktikum? Richtig, indem sie zum Smartphone greifen, Sie googeln und sich Ihre Website zu Gemüte führen (wehe, Sie haben keinen Ausbildungsbereich!). Entsprechend muss Ihre digitale Visitenkarte etwas hermachen.

Über diese Frage wurde viel diskutiert. Denn ein Widerspruch bringt sie schon mit sich. Auf der einen Seite wissen erwiesenermaßen Interessenten nicht immer alles über die Ausbildung und haben daher viele Fragen und Informationsdefizite. Auf der anderen Seite gehört die Generation Z nicht unbedingt zu den lesefreudigsten. Ein Dilemma. Viele Informationen geben, aber eigentlich sich möglichst kurz halten. Sie sehen, die digitale Visitenkarte ist nichts, was Sie schnell fertigstellen lassen können, indem der Name und die Funktion genannt ist – im übertragenden Sinne.Im Gegenteil. Im Ausbildungsbereich der Unternehmenswebsite steckt eine große Herausforderung, wenn man sich vernünftig präsentieren möchte. Doch ich will Ihnen keine Angst machen. Es geht um die Herausforderung, mehr Zeit zu investieren, um die Inhalte ordentlich zu vermitteln, nicht aber um unüberwindliche Grundsatzprobleme und technische Details. Denn eigentlich ist es recht leicht, alles Wesentliche unterzubringen und vernünftig zu verteilen. Sie fragen, wie? Kommen Sie doch einfach mal zu einer unserer Unternehmenswerkstätten ...