Strategische Personalplanung mit Betriebsratsbeteiligung

Veröffentlicht: 13.12.2016

Projekt: WePstra

Zusammenfassung: Vorgestellt wird unser neues Vorhaben „Strategische Personalplanung mit Betriebsratsbeteiligung“, das 2017 einen Leitfaden für mittelständische Industrieunternehmen in einem sozialpartnerschaftlichen Prozess entwickeln und erproben wird.

Was ist der Hintergrund?

Die strategische Personalplanung, die das RKW vor drei Jahren entwickelt hat und seitdem anbietet, funktioniert in der Praxis gut und wird mittlerweile in vielen mittelständischen Unternehmen genutzt.

Für mittelständische Firmen mit sozialpartnerschaftlicher Unternehmenskultur und eingespieltem Verhandlungsmanagement zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat würde eine systematische Beteiligung des Betriebsrats im strategischen Personalplanungsprozess noch weitergehende Vorteile bringen, zumal Betriebsräte nach § 92 BetrVG ein Initiativrecht für die Durchführung einer Personalplanung haben.

Die Einbindung der Betriebsratsperspektive würde die Qualität des Managementprozesses verbessern, die Ergebnisse Ihrer strategischen Personalplanung verbindlicher machen und damit deren Umsetzung unterstützen, weil notwendige Kompromisse bereits in einem sehr frühen Stadium in einem strategischen Kontext besprochen und festgeschrieben werden könnten.

Was ist geplant?

Mitte November 2016 hat das RKW Kompetenzzentrum daher mit Unterstützung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sowie einzelner Gewerkschaften ein neues Projekt „Strategische Personalplanung mit Betriebsratsbeteiligung“ gestartet.

In dem Vorhaben wird ein neuer Leitfaden zur Durchführung einer strategischen Personalplanung für mittelständische Industrieunternehmen in einem sozialpartnerschaftlichen Prozess entwickelt und erprobt.

Ziel des Projekts ist es, eine  auf die sozialpartnerschaftliche Anwendung ausgerichtete Systematik für einen Managementprozess mit darauf bezogenen Tools zu erarbeiten, in die die Geschäftsführungs-, die Personalleitungs- und die Betriebsratsperspektive einbezogen wird. Dabei geht es darum, deren unterschiedliche Rollen im Personalplanungsprozess sichtbar zu machen und über die strategische Orientierung in einen konstruktiven Kooperationsprozess zu überführen. Voraussetzung dafür ist, dass von allen Beteiligten die ‚strategische Brille‘ aufgesetzt wird, denn Personalplanung – wie wir sie  verstehen – ist als Teilbereich der Unternehmensstrategie anzusehen.

Anhand von Szenarien soll der Unterschied einer strategischen Personalplanung ohne und mit Betriebsratsbeteiligung markiert werden. Darüber hinaus können solche Szenarien dazu dienen der differenziellen Herangehensweise der Betriebsparteien bei der Planung und Umsetzung eines Strategieprozesses eine gemeinsame Ausgangsbasis zu geben und konkreten Erfahrungen in Unternehmen Rechnung zu tragen. Zudem wird ein Konzept zur aktiven Nutzung des Initiativrechts des Betriebsrats zur Durchführung einer Personalplanung – gem. § 92 BetrVG – entwickelt, dem die für die strategische Personalplanung relevanten Handlungsfelder der Betriebsratsarbeit zugrunde gelegt werden. Ein ‚Blitzaudit’ soll Unterstützung bieten, um die Voraussetzungen für die Durchführung einer beteiligungsorientierten strategischen Personalplanung in mittelständischen Unternehmen bewerten zu können. Checklisten zur Vor- und Nachbereitung der strategischen Personalplanung für den Betriebsrat schließen den Entwicklungspart des Projektes ab.

Die Systematik für den Prozess der strategischen Personalplanung soll in mittelständischen Industrieunternehmen verschiedener Industriebranchen erprobt werden.

Was brauchen wir?

Wir suchen noch mittelständische Unternehmen, mit denen wir die systematische Methode für einen beteiligungsorientierten Prozess der strategischen Personalplanung weiter entwickeln können.
Mitmachen?!

Wenn Sie interessiert sind, bieten wir Ihnen im Projektkontext – während der Erprobungsphase – die kostenlose Durchführung einer strategischen Personalplanung mit Betriebsratsbeteiligung an. Ihre Kosten bestehen lediglich im Invest an Arbeitszeit Ihres Führungskreises, Ihrer Personalleitung und Ihres Betriebsrats.

 

Sprechen Sie uns einfach an:

Dr. Thomas Hoffmann, 06196 495-3208, t.hoffmann(at)rkw.de
Marlies Kuchenbecker, 06196 495-3206, kuchenbecker(at)rkw.de