Ab vom Main-Stream ...

Veröffentlicht: 02.06.2017

Projekt: Diversität in KMU managen

Zusammenfassung: ... und auf dem Main-Strom feierten wir mit über 100 Gästen den Diversity-Tag.

Ein heftiges Gewitter ging über Frankfurt am Mittag nieder - doch die Sonne kam wieder raus, so als ob auch das Wetter am Deutschen Diversity-Tag zeigen wollte, dass es Vielfalt kann.

Über 100 Gäste wollten mit uns den Diversity-Tag mit einer etwas anderen Veranstaltung feiern: Ohne festen Boden unter den Füßen an Deck des Ausflugsschiffs "Goethe". Ohne Vorträge und das übliche Veranstaltungsbrimborium, sondern entspannt bei wirklich sehr guter Musik der Soul Rockers, Mainauf- und -abwärts. Interessante Menschen erzählten uns in kurzen Interviews, wie sie persönlich Vielfalt leben und erleben: eine Blinde, eine trans* Unternehmerin, ein Ex-Banker, dem der berufliche Neuanfang gelang, ein Kleinunternehmer mit Mitarbeitern aus 15 Nationen berichteten von ihren Erfahrungen und nannten Wünsche an die Mitmenschen: Normalität bitte, nicht immer das "Besondere" betonen. 

In einer zweiten Interview-Runde erfuhren wir, wie Vielfalt als Geschäftsmodell funktioniert: Im Szene-Kiosk mit 150 Biersorten und angeschlossener Galerie, im kultursensiblen Pflegedienst, beim IT-Dienstleister ohne Hierarchien oder beim Coachen von Wissenschaftlern beim Schreiben.

Vielfalt ist vielfältig

Ein triviales "Finding", aber wunderschön zu sehen an unserer Pinnwand: Jeder Teilnehmer konnte dort aufschreiben, was für ihn Vielfalt ist. Ganz unterschiedliche Blickwinkel, verschiedene Ebenen, Meinungen, Statements - genauso hatten wir uns das vorgestellt.

Aber damit nicht genug: Wir wollten die Botschaft auch über das Schiff hinaus tragen und noch mehr Geschichten über Vielfalt kennen lernen. Darum stiegen am Ende Luftballons in den Frankfurter Abendhimmel und rufen die Finder auf, uns ihre Vielfaltsgeschichte zu erzählen. Vielfalt nahmen sich auch unsere Luftballons heraus: Einige wollten lieber schwimmen und landeten im Main. Aber das macht nichts: Spaziergänger am Ufer fischten sie heraus und auf dem Heimweg sahen wir "unsere" Luftballons an Gepäckträgern von Radfahrern ...