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stradewari
Innovation, Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung – Um das alles in Deutschland zu erhalten und weiter auszubauen, bedarf es einer wettbewerbsfähigen Industrie mit innovativen, zukunftsfähigen Konzepten.

Vor dem Hintergrund von Internationalisierung, veränderten Kundenbedürfnissen und technologischem Wandel steigt der Veränderungsdruck für produzierende Unternehmen. Flexibel zu sein – das ist eine zentrale Voraussetzung, um den Strukturwandel zu bewältigen und Innovationen voranzutreiben. Gleichzeitig altern Belegschaften, das Arbeitskräfteangebot sinkt. Wie lässt sich trotz dieser Herausforderungen eine hoch leistungsfähige und konkurrenzfähige Industrieproduktion in Deutschland erhalten?
Das Projekt
Dem Projekt "stradewari – Rationalisierungsstrategien im demografischen Wandel" liegt ein Rationalisierungsbegriff zu Grunde, der sich an einer wirtschaftlich und sozial vernünftigen Gestaltung der Arbeit orientiert. stradewari konzentriert sich auf die Möglichkeiten und Voraussetzungen, um die interne Flexibilität von Unternehmen zu verbessern. Ziel ist es, gemeinsam mit vier produzierenden Unternehmen Instrumente und Methoden zu entwickeln, die auch für andere Unternehmen hilfreich sind.
Welche Herausforderungen stellt der demografische Wandel an deutsche Industrieunternehmen? Wie können sie mit innovativen Strategien sich ändernden Belegschaftsstrukturen Rechnung tragen und gleichzeitig ihre Veränderungs- und Innovationsfähigkeit sichern und ausbauen? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig?
Vorgehen im Projekt
Im Rahmen des sog. Baustellenkonzepts kooperieren die Partner über alle Projektphasen hinweg. Jeweils ein Unternehmen übernimmt die Federführung für ein Thema, sei es für ein demografiefestes Produktionssystem oder ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement, eine alternsgerechte und nachhaltige Personalwirtschaft oder eine demografiefeste Organisationsentwicklung.
Die betrieblichen Schwerpunkte zeigen dabei deutliche Überscheidungen. Durch die enge Vernetzung der Entwicklungsarbeiten entstehen Synergien und Lerneffekte - die Beteiligten profitieren von den Stärken und den Vorarbeiten der jeweils anderen.
Die Partner bearbeiten im Rahmen des Projektes folgende Handlungsfelder:
Interne Flexibilität:
Dabei geht es um flexible und gleichzeitig steuerbare Strukturen der Wertschöpfungsprozesse. Zentrale Elemente sind beispielsweise:
- Flexible Standards
- Kontinuierliche Verbesserung
- Komplexitätsreduzierung
- Ganzheitliche Produktionssysteme
- Adäquate Führungskultur
- Vernetzung und Abstimmung innerbetrieblicher Einzelaktivitäten
- Wissenslogistik zwischen direkten und indirekten Bereichen
- Flexibler Mitarbeiteinsatz
Demografiefeste Personalpolitik:
Dieses Feld betrifft insbesondere die Aspekte Arbeitgeberattraktivität, Beteiligung und Entwicklungsperspektiven der Beschäftigten. Ziel ist es, Produktivitäts- und Qualitätsanforderungen der Unternehmen zu erfüllen und die Arbeitskraft der Beschäftigten in der täglichen Arbeit weiter zu entwickeln und langfristig zu erhalten. Konkret geht es um:
- Personalmarketing und -beschaffung, Employer Branding
- Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung
- Work-Life-Balance und Fachkarrieren
- Wissenstransfer und -sicherung
Kompetenzentwicklung:
Dieser Punkt betrifft Lernen auf allen Ebenen und eine Infrastruktur der Veränderung und Kompetenzentwicklung. Er beinhaltet zum Beispiel:
- Lernförderliche Arbeitsgestaltung
- Gesundheitsmanagement
- Leistungsfähige Lernkulturen
- Innerbetriebliches lebenslanges Lernen
Ergebnisse
Im Ergebnis entstehen sehr konkrete Lösungen im betrieblichen Umfeld zu Rationalisierungsstrategien im demografischen Wandel, die zu Bausteinen für Rationalisierungsmodelle verdichtet werden. Letztere sind für Mitarbeiter wie Industrieunternehmen von Vorteil, berücksichtigen unternehmensspezifische Voraussetzungen, lassen sich übertragen und individuell anpassen.
Partner
Im Zentrum des Projektes stehen vier - hinsichtlich ihres organisatorischen und personalpolitischen Entwicklungsstands avancierte - Industrieunternehmen: die Continental Teves AG und Co. oHG, die John Deere Werke Mannheim, die Karl Otto Braun GmbH und Co. KG und die KG Deutsche Gasrußwerke GmbH & Co. KG. Sie werden durch drei wissenschaftliche Institute begleitet: dem Institut für angewandte Arbeitswissenschaften (IfaA), dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) und dem RKW Kompetenzzentrum.
Der erweiterte Kreis besteht aus weiteren produzierenden Unternehmen des Arbeitskreises "Kompetente Arbeitssysteme", aus Vertretern der Sozialpartnerorganisationen und dem RKW-Fachbeirat "Mensch und Arbeit".
Daten zum Projekt
- Name: stradewari - Rationalisierungsstrategien im demografischen Wandel - Weiterentwicklung kompetenter Arbeits- und Produktionssysteme
- Kurztitel: stradewari
- Laufzeit: September 2009 bis April 2013
- Finanzierung: stradewari wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert
- Förderkennzeichen: 01FH 09052 - 57
Kontakt
Jörg Hentrich
06196 495-3207
E-Mail
Workshop
Am 26. Mai fand der erste Meilensteinworkshop bei den John Deere Werken statt.
WWW
Hintergrundinformationen und aktuelle News rund um das Projekt gibt`s auf der Website: www.stradewari.de
Förderung




