Suche

 

Industrienahe Dienstleistungen

Wirtschaftliches Handeln ist immer auch kulturell geprägt. Bei allen internationalen Geschäftsbeziehungen treffen gewohnte, als selbstverständlich geltende Denkmuster und Verhaltensweisen auf neue, die fremdkulturell geprägt sind.

Bild: Internationalisierung industrienaher Dienstleistung

Ohne eine gute Vorbereitung auf die interkulturellen Anforderungen im Auslandsgeschäft sind gegenseitige Missverständnisse und kostspielige Reibungsverluste vorprogrammiert.
Treten diese ein, spricht man in Fachkreisen von interkulturellen Problemen als auslösendem Faktor gescheiterter Auslandsprojekte.

Das Projekt

Das RKW-Projekt "Interkulturelle Organisations- und Personalentwicklung" war Teil des Verbundprojekts "Industrielle Dienstleistungen erfolgreich exportieren - I.D.E.E.". Es richtete sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre industriellen Dienstleistungen erstmals international vermarkten wollten. Ziel war es, deutsche Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Exportfähigkeit und die Internationalisierung von industriellen Dienstleistungen zu verbessern.

Bei der Planung eines Auslandsgeschäfts geht es nicht allein um die Export- bzw. Internationalisierungsfähigkeit einer Dienstleistung. Es gilt auch zu klären, ob genügend finanzielle Ressourcen und Vertriebskapazitäten vorhanden sind. Und es muss überprüft werden, ob die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Dienstleistungsexport erfüllt sind - oder ob diese mit vertretbarem Aufwand hergestellt werden können. Deshalb bildete die Personal- und die Organisationsentwicklung einen Schwerpunkt in diesem Projekt.

Vorgehen im Projekt

Es wurden praxisorientierte Managementinstrumente erarbeitet, die mittelständischen Unternehmen helfen, die Exportfähigkeit ihrer Dienstleistungen zu bewerten. Außerdem wurden verschiedene Markteintritts-Strategien entworfen, die in Pilotunternehmen erprobt wurden.

Des Weiteren wurden Trainingsmodule erstellt, mit denen ausländischen Mitarbeiter und Partner unternehmensspezifisches Know-how vermittelt bekommen. Und es wurde untersucht, welche Anforderungen mit einer interkulturellen Personal- und Organisationsentwicklung verbundenen sind. Aus diesen Erkenntnissen wurden dann Empfehlungen abgeleitet, wie die Internationalisierung von Dienstleistungen geplant, organisiert und effektiv gestaltet werden kann.

Ergebnisse

Die Instrumente, Verfahren und Methoden, die sich in der Praxis bewährten, wurden für kleine und mittlere Unternehmen aufbereitet und auf die Projekt-Plattform im Internet gestellt. Sie werden auch in Form des Leitfadens "Industrieller Dienstleistungs-Export" 2010 veröffentlicht und die Projektpartner verwerten die Ergebnisse direkt, indem sie diese in ihre Informations-, Lehr- und Weiterbildungsangebote einfließen lassen.

Außerdem wurden die Erkenntnisse des RKW-Teilprojekts im Sammelband "Personal- und Organisationsentwicklung bei der Internationalisierung von Dienstleistungen" zusammengefasst. Am Beispiel China beschreibt der Beitrag des RKW Kompetenzzentrums die Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten einer interkulturellen Personal- und Organisationsentwicklung. Dabei liegt der Fokus stets auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre industriellen Dienstleistungen erstmals im Ausland vermarkten.

Der Beitrag umfasst, neben kulturellen Aspekten der internationalen Zusammenarbeit und kulturellen Besonderheiten im Zielland China, Wissenswertes über das chinesische Arbeitsrecht und Empfehlungen zur Vorbereitung auf diesen Zielmarkt.

Partner

Institut für angewandte Informatik an der Technischen Universität Dresden, TÜV Akademie Rheinland (Köln und Shanghai), TÜV Management Systems GmbH (Köln), Z&P Zangemeister & Partner (Hamburg)

Daten zum Projekt

Kontakt

Tim Vollborth

06196 495-3228
E-Mail

WWW

Lesetipp

Schimmer-Kletti / Schröter: Personal- und Organisationsentwicklung für die Internationalisierung von Dienstleistungen; in: Zink, Klaus J. (Hg.): Personal- und Organisationsentwicklung für die Internationalisierung von Dienstleistungen. Heidelberg: Physica-Verlag, 2009

Förderung