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Materialeffizienz (2009)
Eine höhere Materialeffizienz ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Durch sie können in kleinen und mittelständischen Unternehmen Kosten gesenkt werden. Damit trägt eine hohe Materialeffizienz langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit produzierender Betriebe bei.

Der Anteil von Material an den Gesamtkosten im Verarbeitenden Gewerbe ist mit rund 45 Prozent mehr als doppelt so groß wie der Anteil der Personalkosten. Ohne große Investitionen und durch einfache Veränderungen in der Organisation kann die Materialeffizienz in der Produktion oft deutlich erhöht und damit letztlich die Kosten gesenkt werden.
Das Projekt
Bislang schöpfen aber nur wenige kleine und mittlere Unternehmen diese Möglichkeiten voll aus. Vielfach sind die Kostenstrukturen bei Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen nicht transparent. Und eingespannt in ihr Alltagsgeschäft fehlt den Unternehmen zudem oft die Zeit, ihre Effizienzreserven auf dem Gebiet Material überhaupt zu analysieren.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat deshalb das Impulsprogramm Materialeffizienz ins Leben gerufen. Das Programm fördert einzelbetriebliche Beratungen und den Aufbau von Materialeffizienznetzwerken. Ziel dieses Projekts war es nun, dieses Programm vor Ort in den Regionen stärker zu verankern.
Vorgehen im Projekt
Von Februar bis September 2009 nutzten das RKW Kompetenzzentrum und die RKW Landesgesellschaften Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihre engen Kontakte zu Betrieben, Beratern und Wirtschaftsverbänden. Sie führten eine große Zahl an persönlichen Gesprächen in Unternehmen. Ziel war es, diese für das Thema Materialeffizienz zu sensibilisieren und Interesse für das Impulsprogramm zu wecken.
Auch Berater sowie Kammern, Wirtschaftsförderer, Verbände wurden angesprochen, um sie für eine Mitarbeit im Impulsprogramm zu gewinnen. Darüber hinaus fanden über 20 Informationsveranstaltungen zum Thema Materialeffizienz generell und zum Impulsprogramm im Besonderen in den Regionen statt, die meist gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft durchgeführt wurden. Flankiert wurden die Maßnahmen durch Artikel in Presse und Zeitschriften.
Ergebnisse
Durch die Veranstaltungen und die über 200 Gespräche mit Vertretern aus Unternehmen und Organisationen der Wirtschaft, konnte ein beträchtliches Interesse am Impulsprogramm erreicht werden. Viele der angesprochenen Berater beteiligen sich inzwischen am Programm.
Darüber hinaus wurde eine große Zahl an Betriebsberatungen in die Wege geleitet. Eins der beratenen Unternehmen erhielt im Ende 2009 den deutschen Materialeffizienzpreis.
Daten zum Projekt
- Name: Impulse für eine höhere Materialeffizienz in ausgewählten Bundesländern
- Laufzeit: 01.02.2009 bis 30.09.2009
- Finanzierung: Drittmittelprojekt des BMWi
Kontakt
Dr. Andreas Hinz
06196 495-3213
E-Mail
Lesetipp
Projekt `10
An dieses Projekt schließt das 2010 gestartete Projekt "Aufbau regionaler Kompetenz" an:
zum Anschlussprojekt
Förderung
