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Handwerk mit Zukunft
Der Fachkräftemangel und veränderte Kundenmärkte sind Folgen des demographischen Wandels. Beides trifft das Handwerk besonders. In diesem Projekt werden Betriebe dabei unterstützt, ihre Marktpotenziale zu steigern und Fachkräfte zu sichern.

Ein großer Teil der Beschäftigten in Deutschland arbeitet im Handwerk. Obwohl die Branche damit wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beiträgt, berücksichtigten bisherige Projekte zum demographischen Wandel diese kaum. Doch die Alterung der Bevölkerung bietet kleineren Handwerksbetrieben gute Chancen für neue Markt- und Beschäftigungsfelder.
Das Projekt
Die Chancen des demographischen Wandels zu nutzen, das ist die Idee hinter dem Projekt "Handwerk mit Zukunft". Das zentrale Ziel des Projekts ist es, gemeinsam nach Wegen zu suchen, um die Marktpotenziale der Unternehmen zu steigern und Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Dabei geht es nicht darum, Patentrezepte zu entwickeln. Vielmehr sollen aus der Unternehmenspraxis heraus passgenaue Lösungen erarbeitet werden, die auch anderen Betrieben helfen, die Chancen des demographischen Wandels zu nutzen. Deshalb arbeiten das RKW Kompetenzzentrum und die Handwerkskammer Freiburg mit 19 Handwerksbetrieben aus unterschiedlichen Gewerken und Gewerbegruppen zusammen. Die regionale Zusammenarbeit zielt darauf, einen größeren Nutzen aus dem Projekt zu ziehen und das Projekt auch über die Förderung hinaus zu etablieren.
Vorgehen im Projekt
Zu Beginn erfolgt eine Ist-Analyse in den beteiligten Betrieben. Hierbei werden v. a. folgende Fragen geklärt: Wo besteht Bedarf in den Betrieben, ihr Dienstleistungs- und Produktangebot neu auszurichten?
Dies gilt insbesondere für die Kundenmärkte der über 50-Jährigen (sogenannte "Best Ager" und "Silver Generation"). Wo zeichnen sich Engpässe ab, zukünftig ausreichend Fachpersonal zu gewinnen und zu halten?
In der nächsten Phase erarbeiten die Betriebe gemeinsam mit den Projektpartnern sowie mit Experten in vier "Unternehmenswerkstätten" Lösungsideen für die herausgearbeiteten Handlungsbedarfe. Auf dieser Basis entwirft dann jedes Unternehmen einen Plan, welche Lösungen es in seiner betrieblichen Praxis umsetzen will.
Schließlich begleitet das RKW Kompetenzzentrum die Betriebe in einer ersten halbjährigen Umsetzungsphase. Gleichzeitig bietet die Handwerkskammer Freiburg den Betrieben fachliche Orientierungshilfe und Unterstützung an – durch persönliche Beratung sowie eine Internetplattform.
Ergebnisse
Die Ergebnisse des Projekts werden in einer landesweiten Abschlussveranstaltung und einem Transferworkshop mit Kammern und Verbänden jeweils Mitte 2010 präsentiert. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für einen Ratgeber für Handwerksbetriebe sowie für Handlungsempfehlungen für Kammern und Regionen.
Partner
- RKW Kompetenzzentrum
- Handwerkskammer Freiburg
- ufh Landesverband der Arbeitskreise der Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg e. V.
Daten zum Projekt
- Name: Handwerk mit Zukunft - Marktpotenziale steigern und Fachkräfte sichern
- Laufzeit: September 2008 - August 2010
- Finanzierung: Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg aus Mitteln des europäischen Sozialfonds gefördert.
Kontakt
Gabriele Herbert
06196 495-3212
E-Mail
Flyer
WWW
Website des Projekts Handwerk mit Zukunft
Förderung


