RKW-Kompetenzzentrum

 

Kultur- und Kreativpiloten

Kultur- und Kreativwirtschaft - so facettenreich wie die Branche selbst sind auch ihre Potenziale. Für die Auszeichnung Kultur- und Kreativpiloten werden Menschen gesucht, die einer kreativen oder kulturellen Idee auf besondere Art Unternehmergeist einhauchen.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft besteht aus vielen Teilmärkten:
dem Architektur- und Buchmarkt, der Design- und Filmwirtschaft, dem Kunst- und Pressemarkt und dem Markt für darstellende Künste, der Musik- oder Rundfunkwirtschaft sowie der Software- / Gamesindustrie und dem Werbemarkt.

Das Projekt

Mit der Auszeichnung will die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung das innovative Potenzial von Kulturschaffenden und Kreativ-Unternehmern in der Öffentlichkeit sichtbarer machen. Ziel ist es, Existenzgründerinnen und Existengründer bundesweit miteinander in Kontakt zu bringen und anderen durch Best-Practice-Beispiele Mut zur Existenzgründung zu machen.

Deshalb werden Menschen gesucht, die einer kreativen oder kulturellen Idee auf besondere Art Unternehmergeist einhauchen. Die Teilnehmer präsentieren sich mit ihrer Idee einer Expertenjury und bekommen in diesem Gespräch wertvolle Tipps und Anregungen für ihren weiteren Weg. So werden sie dabei unterstützt, die eigene Geschäftsidee zu professionalisieren – egal ob sie letztendlich siegen oder nicht. 

Die 32 Ausgezeichneten tragen für ein Jahr den Titel "Kultur- und Kreativpilot Deutschland" und profitieren von einem deutschlandweiten Netzwerk kreativer Pioniere. Darüber hinaus erhalten sie individuelle Screenings durch Experten und nehmen gemeinsam mit anderen Titelträgern an mehreren Workshops teil.

Organisiert wird der Wettbewerb vom u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. und Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, das beim RKW angesiedelt ist.

Vorgehen im Projekt

  • Bewerbung
    Vom 16. Mai bis 30. Juni konnte sich jeder bewerben, der Argumente dafür hat, dass er den Titel "Kultur- und Kreativpilot Deutschland" verdient. Dazu mussten folgende Dinge per Online-Formular, E-Mail oder Post eingereicht werden:
     
    1. eine Beschreibung der Unternehmensidee oder Geschäftstätigkeit
        (3 Seiten: Was ist das Besondere?)
    2. ein kurzer Lebenslauf (1 Seite mit Foto)
    3. ein Satz dazu, wie Du auf die Auszeichnung aufmerksam geworden bist
    4. ein 30-Sekunden-Video, dass die Idee visualisiert (optional)
     
  • Vorauswahl
    Ein Expertengremium aus der Kultur- und Kreativwirtschaft suchte aus den Bewerbungen diejenigen aus, die mit Blick auf Persönlichkeit, Innovation, Markttauglichkeit und Charme die besten Ideen präsentieren und lud die Bewerberinnen und Bewerber zu einem persönlichen Gespräch ein, bei dem sie ihre Idee näher erläuterten. Dabei sind die Auswahlkriterien nicht näher definiert: Das Gesamtpaket muss stimmen!
     
  • Auswahl der Titelträgerinnen und Titelträger
    Die Expertenjury entschied, wer die 32 "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2011" sind. Diese wurden am 10. November in Berlin feierlich ausgezeichnet.
     

Ergebnisse

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren insbesondere davon, dass sie ihr Unternehmenskonzept bzw. ihre Geschäftsidee vor einem Expertengremium erläutern und auf die Probe stellen. Dadurch erkennen und reflektieren sie ihre Stärken und Schwächen und erhalten wertvolle Tipps.

Die Titelträgerinnen und Titelträger des Wettbewerbs entwickeln ihr Unternehmen in vier individuellen Screenings weiter. So werden sie u.a. auf neue Geschäftsfelder aufmerksam und finden neue Partner und Auftraggeber.

In drei Workshops erörtern und diskutieren die 32 Best-Practice Unternehmen und Branchen-Experten marktrelevante Themen. Zudem können sie sich ein deutschlandweites Netzwerk aufbauen.

Daten zum Projekt

  • Name: Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2011
  • Laufzeit: 2011 – 2012
  • Finanzierung: Das Projekt wird von der Initiative für Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung gefördert, für die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zuständig sind.